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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 19,78 € |
19,86 € |
-0,080 € |
-0,40 % |
23.04/12:34 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007480204 |
748020 |
- € |
- € |
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Deutsche EuroShop sehr kapitalintensive Investitionen nötig 14.11.2011
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Aktie der Deutschen EuroShop (ISIN DE0007480204 / WKN 748020) mit dem Rating "halten" ein.
Das Geschäftsmodell von Deutsche Euroshop beruhe auf dem Kauf, der Restrukturierung und Modernisierung bzw. Erweiterung von Einkaufszentren. Die Strategie sei dabei die gezielte Erweiterung des Portfolios. Die erwirtschafteten Einnahmen würden dabei größtenteils an die Anteilseigner ausgeschüttet. Aufgrund dieser Tatsache würden Investitionen über Fremdkapital und neues Eigenkapital finanziert (meist im Verhältnis 50/50). Kapitalerhöhungen würden demnach zum Geschäftsmodell gehören.
Die Analysten würden die Preisdisziplin des Managements in den letzten Jahren schätzen. Die Mietverträge mit den Mietern der Verkaufsflächen (in der Regel Ketten wie z.B. Douglas (ISIN DE0006099005 / WKN 609900), Real oder H&M (ISIN SE0000106270 / WKN 872318)) hätten eine Laufzeit von zumeist zehn Jahren und seien an die Inflation sowie bei Überschreiten bestimmter Grenzen an den Umsatz des Mieters gekoppelt. Aufgrund der Tatsache, dass für die Center teilweise hohe Anfangsinvestitionen notwendig seien und damit Verluste anfallen würden, profitiere die Deutsche Euroshop von einer günstigen Steuerquote.
Die Deutsche Euroshop habe mit den Zahlen zum dritten Quartal 2011 die Erwartungen des Marktes deutlich übertreffen können. Der Umsatz sei im Vorjahresvergleich um knapp 30% auf 46,89 Mio. Euro gestiegen. Das Ergebnis je Aktie habe mit 0,30 Euro die Markterwartungen um 19,5% übertroffen. Für das Gesamtjahr 2011 sei mit einem Umsatz und Ergebniswachstum deutlich über Vorjahresniveau zu rechnen.
Die Deutsche Euroshop profitiere derzeit von zwei Effekten. Zum einen habe sich die Finanzierung aufgrund des niedrigen Zinsniveaus deutlich verbilligt, während zum zweiten die hohe Inflationsrate zu steigenden Einnahmen aufgrund der inflationsindexierten Mietverträge führe. Dieser Effekt werde sich in den kommenden Quartalen noch stärker auswirken, da die Anpassungen erst zeitversetzt wirken würden. Die Ausnutzung dieses Leverage Effekts habe konsequenterweise zu einer Reduzierung der Eigenkapitalquote geführt. Der Wert habe sich im Jahresvergleich um 8 Punkte auf 40,7% reduziert. Die Analysten würden diesen Wert aber immer noch als üppig erachten und vor dem aktuellen Hintergrund die angestiegene Fremdkapitalfinanzierung begrüßen.
Die jüngsten Akquisitionen hätten gut integriert werden können und bereits erheblich zum Wachstum des Unternehmens beigetragen. Das Geschäftsmodell sei schlank, konservativ und ausschüttungsorientiert, sodass die Analysten das Kursrückschlagspotenzial als begrenzt ansehen würden. Die Aktie zeichne sich durch ihren defensiven Charakter (β vs. DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900): 0,58) und eine hohe Dividendenrendite (2011e: 4,3%) aus, lediglich die hohe Bewertung behindere eine höhere Votierung. Aus Diversifikations- und Risikoaspekten gehöre der Wert als Beimischung aber in jedes Aktienportfolio. Die Analysten würden eine marktgleiche Performance erwarten.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank bewerten die Deutsche Euroshop-Aktie mit dem Rating "halten". (Analyse vom 14.11.2011) (14.11.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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